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25.05.2004


Die beiden Ribbecks sind wieder dabei Brandenburgische Kirchen laden ein


OBERHAVEL/HAVELLAND Das Oberhavel-Ribbeck bei Zehdenick ist nicht so bekannt wie das Havelland-Ribbeck bei Nauen. Trotzdem gehört die kleine Dorfkirche, einige Kilometer abseits der B 96 gelegen, zu den Häusern, die sich an der Aktion „Offene Kirchen 2004“ beteiligen. 458 Kirchen zwischen Ahrensdorf beim Scharmützelsee und Zützen in der Uckermark sind in der Broschüre vermerkt, die vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg erarbeitet wurde.

Einheitliche Öffnungszeiten gibt es nicht, seit Ostern sind die ersten Kirchen offen, andere beginnen im Mai, die Kirchentüren offen zu halten. Wo das mit dem Offenhalten nicht wörtlich gemeint ist, vermerkt das Heft Ansprechpartner und Schlüsseldienste, hinter denen sich meist ehrenamtliche fleißige Geister verbergen.

Der Landkreis Oberhavel ist in diesem Jahr wieder stark vertreten, 39 Kirchen laden ein, darunter Beetz, Groß-Ziethen, Schwante, Staffelde, Stolpe und Vehlefanz. Aber auch Stadtkirchen, wie die in Kremmen und Liebenberg, können besucht werden. Im Havelland stehen 29 Orte in der Liste, darunter wieder Buchow-Karpzow, Dyrotz, Elstal, Falkenrehde, Hoppenrade, Markau, Markee, Paretz, Paulinenaue, Pessin, Priort und Senzke.

In Stichpunkten wird auf Wesentliches hingewiesen: die Lütkemüller-Orgel in Badingen oder die Schuke-Orgel in Barsdorf, die Grabstätten der Familie von Bredow in Buchow-Karpzow, der Rundbogenstil in Fürstenberg, die Zisterzienser-Reste in Himmelpfort, der Stüler-Entwurf in Hammer. Feldsteintürme und Backsteinbauten sind vermerkt; Neuromanisches, Neubarockes und Neugotisches wird ausgemacht; die „prunkvollste Barockausstattung in einer märkischen Dorfkirche“ – dieses Attribut gebührt der Markauer Kirche, drei Kilometer südlich von Nauen.

Neben dem Wegweiser zu den offenen Kirchen enthält die Broschüre wie gewohnt eine Reihe interessanter und gut illustrierter Beiträge. Zum Beispiel über die rätselhaften Herzensbilder in uckermärkischen Kirchen, über die Wallfahrtskirche Alt Krüssow und über ein Handwerksprojekt „Arbeit und Begegnung“ der DGB-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin. Die jungen Leute renovieren Innenräume von Kirchen, so im havelländischen Kriele. Die Theologin und Kunsthistorikerin Karin Berkemann hat einen Beitrag über die 300-jährige Kirche von Beetz beigesteuert.

458 Kirchen – das ist eine lange Liste, da haben sich auch einige Fehler eingeschlichen. So wurden Päwesin und Vehlefanz in den Landkreis Havelland verlegt. Und Ehre, wem Ehre gebührt: Das Glasaltarfenster in der Dorfkirche Staaken schuf Helge Warme, hier wurde ein falscher Name vermerkt. ms



Die Broschüre „Offene Kirchen 2004“ ist für drei Euro im Buchhandel oder unter Tel.030/4493051 erhältlich.






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